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DialogP – SchülerInnen der FOS und BOS im Dialog mit Hamburger Politikern

Ein Beitrag von Lida Zafaryar und Ly Mroß

Das Ziel: Politische Themen (be-)greifbar machen

Am 19.01.2026 fand an unserer Schule BS29 die politische Diskussionsveranstaltung „Dialog P – SchülerInnen der FOS und BOS im Dialog mit Politikern“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in politische Entscheidungsprozesse zu ermöglichen und den Austausch zwischen jungen Menschen sowie aktiven Politikern zu fördern. Durch den persönlichen Dialog sollten politische Themen greifbarer gemacht und das Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen gestärkt werden. An der Veranstaltung nahmen Schülerinnen und Schüler der BOS 12, BOS 13, FOS 1 und FOS 2 teil, die sich zuvor im Unterricht intensiv mit politischen Herausforderungen auseinandergesetzt hatten.

Unsere Stadt – unsere Themen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle politische Fragestellungen mit Bezug zur Stadt Hamburg, die sowohl gesellschaftliche als auch soziale und politische Aspekte berührten.

Die teilnehmenden Politiker von links nach rechts: Mennerich, Benjamin (AFD), Čolić, Kemir (SPD), Lorenzen, Dominik (Bündnis90/Die Grünen),
Thering, Dennis (CDU), Çelik, Deniz (Die Linke)


Politische Konflikte, die AbsolventInnen der FOS und BOS unmittelbar betreffen:

Die diskutierten Themen umfassten einen möglichen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr für alle, die Frage, ob die Hamburger Innenstadt ab 2030 ausschließlich für E-Mobilität geöffnet sein sollte, eine mögliche Erhöhung des BAföG auf 1.400 Euro, den Umgang mit Grünflächen zugunsten von bezahlbarem Wohnraum sowie ein mögliches Rauchverbot an öffentlichen Orten wie Parks oder Bushaltestellen. Dabei wurden grundlegende politische Konflikte sichtbar, etwa zwischen Freiheit und Gleichheit oder zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Interessen.

Tischlein wechsel dich!

Für jede Diskussionsrunde standen 10 Minuten Diskussionszeit sowie 5 Minuten zur Nachbesprechung zur Verfügung. Nach jeder Diskussionsrunde wechselten die Politiker zum nächsten Gruppentisch, sodass jede Gruppe im Verlauf der Veranstaltung alle fünf Fragestellungen mit unterschiedlichen Politikern diskutieren konnte.

Die Stimmung während der Diskussionen war überwiegend sachlich und respektvoll. Vereinzelt wurde es etwas lebhafter, insbesondere dann, wenn der Eindruck entstand, dass vom eigentlichen Thema abgeschweift wurde. Insgesamt zeigten sich die Politiker offen für Gespräche und gingen auf Fragen sowie Kritik der Schülerinnen und Schüler ein.

Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine gemeinsame Abstimmung zu den zuvor diskutierten Fragestellungen statt.

Ein offener Umgang mit unterschiedlichen Meinungen

Schülerinnen und Schüler wie auch die Politiker beteiligten sich an der Abstimmung, indem sie grüne Karten für Zustimmung und rote Karten für Ablehnung hochhielten. Diese Form ermöglichte einen direkten Vergleich der unterschiedlichen Standpunkte und machte deutlich, an welchen Stellen Übereinstimmungen bestanden und wo unterschiedliche Auffassungen vorlagen.

Mehrere Politiker betonten im Anschluss, dass die zur Verfügung stehende Zeit für vertiefte Diskussionen teilweise zu knapp gewesen sei. Sie ermutigten die Schülerinnen und Schüler dazu, sich bei weiteren Fragen oder Interesse auch außerhalb der Veranstaltung an sie zu wenden. Insgesamt wurde der Abschluss der Veranstaltung als informativ, aufschlussreich und gelungen empfunden.